Der rechtliche Dschungel des SEO
Um nicht in rechtliche Fallen zu tappen sollten Suchmaschinenoptimierer und deren Kunden wissen worauf sie bei SEO achten müssen. Ein einwandfreier und gültiger Vertrag ist die Basis für die Zusammenarbeit von Auftraggeber und Auftragnehmer. Darin wird der Umfang des Auftrages, die Rechten und Pflichten der Vertragspartner und die Art und Höhe der Bezahlung geregelt.
Vor dem Vertragsabschluss sollten die folgenden Punkte überlegt werden:
• Ziele wie Top 10 Ranking und Trafficsteigerung
• Bezahlung – Stundenhonorar, Komplettpreis oder Erfolgshonorar
• Black Hat Methoden – der vertragliche Ausschluss vom Einsatz solcher Methoden minimiert das Risiko von Schadenersatzforderungen
• Exklusivität: Wenn der Auftrag von einem Branchenführer erteilt wird, möchte dieser eventuell ausschließen dass der SEO während der Vertragslaufzeit für einen Mitbewerber tätig wird
• Vertragsdauer – wird individuell festgelegt oder bis zum Erreichen der im Vertrag festgelegten Ziele
• Kündigungsrechte: Wer kann zu welchen Bedingungen und bis wann aus dem Vertrag aussteigen
• Geheimhaltungspflicht: Da nicht jedes Unternehmen offen mit dem Thema SEO umgeht, kann dieser Punkt mit Geheimhaltungspflichten geregelt werden
• Haftung und Freistellung von Pflichten ist eine hilfreiche Formulierung im Vertrag mit der ein SEO von der Haftung freigestellt wird. Diese vertragliche Vereinbarung schützt den SEO jedoch nicht vor Regressansprüchen des Auftraggebers
Auf die Marke achten
Wenn Markeninhaber den Eindruck haben, dass ein SEO ihre Markenrechte missbraucht reagieren sie in der Regel nicht gerade freundlich, sondern bringen den Firmenanwalt in Stellung. Laut der gültigen deutschen Rechtsprechung ist die Verwendung von fremden Marken im wesentlichen nicht gestattet. Das hat auch etwas mit dem Wettbewerbsrecht zu tun. Wer fremde Markennamen nennt, um mehr Besucher auf seine Seite zu locken begeht unlauteren Wettbewerb.
Urheberrecht beachten
Jeder SEO ist verpflichtet das Urheberrecht bei Fotos, Videos, Texten und anderen Medien zu beachten. Es gibt einige Agenturen die stark darauf achten, dass ihr Urheberrecht nicht verletzt wird. Die meisten suchen sogar aktiv nach SEOs die ihr Urheberrecht verletzen. In der Regel stehen die SEOs in der Haftung, auf die m it Abmahnungen und Gerichtsverfahren hohe Kosten zukommen.
Impressum, Datenschutzerklärung usw.
Jeder Betreiber einer Webseite muss den gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten nachkommen. Neben dem Impressum gehören dazu die Datenschutzerklärungen und bei Shops die Preisangaben. Diese müssen auf der Webseite für die Besucher einsehbar sein.
Google nicht verärgern
Wer Black Hat Methoden einsetzt riskiert die schlimmste Strafe. Wenn der Verstoß aufgedeckt wird droht: Downgrade oder der Rauswurf aus dem Google Index.
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